Gewand und Schmuck – antik und modern!

Verena von Hardtmuth – antiker Schmuck modern interpretiert

Beim Art-Circle Netzwerktreffen von Monika von Pöllnitz-Egloffstein bekam ich eine interessante Einladung: die Goldschmiedemeisterin Verena von Hardtmuth erzählte mir von ihren “griechischen Schmuckstücken”, welche zur Zeit in einer Vitrine in der Antikensammlung präsentiert sind und fragte mich, ob ich nicht Lust hätte zu ihrer Führung durch die Ausstellung DivineXDesign in der Glyptothek zu kommen. Aber hallo. Schönes Gewand und prunkvoller Schmuck – welche Frau kann dazu nein sagen…?!

Verena von Hardmuth

Antike Kleidung im Dialog mit zeitgenössischem Modedesign – DivineXDesign

Vorab: was das 3. und 5. Semester der Akademie Mode und Design AMD kreiert und auf die Beine gestellt haben, ist ein Gesamtkunstkonzept, welches sich noch dazu hoch professionell präsentiert.

Verena führte uns sowohl durch die Antikensammlung als auch durch die Glypthotek, zeigte und erklärte uns die Entwicklung und Bedeutung der antiken Gewänder. So stellte, wen überrascht es, viel Stoff viel Reichtum dar und wurde mindestens so zur Schau gestellt wie opulente Stickerei. Bei welcher sich die alten Griechen im Übrigen sehr gerne von asiatischer Opulenz inspirieren liessen. Es scheint also, dass die Bedürfnisse des Menschen nach dem Außergewöhnlichen, die Inspiration vom Fremdländischen und damit auch das sich Abheben von der Masse ein durch die Jahrhunderte sich wiederholendes Bedürfnis ist…

Vanessa Klumbs Interpretation der Athene, Göttin der Weisheit und klugen Kriegsführung

Und so wirkten die Entwürfe der Studenten, von einigen Ausnahmen abgesehen, in ihrer Interpretation auch gar nicht so weit von ihren Ursprungsmodellen entfernt – edel, elegant-fließend und immer den Ton des antiken Vorbild treffend.

Nina Halabis Interpretation vom Kriegsgott Ares

Stefanie Walters Interpretation eines Reliefs mit der Darstellung einer trauernden Frau

“Griechische Schmuckstücke”- Verena von Hardtmuths Kollektion

Zum Schluss das Highlight: Verena öffnete die Vitrine in der Antikensammlung, in der sie ihren Schmuck zeigt und der natürlich auch käuflich zu erwerben ist.

Dass Verena von Hardtmuth ihr Handwerk als Goldschmiedemeisterin und Gemmologin versteht, erkennt auch so ein Laie wie ich. Die vom griechischen Gewandschmuck inspirierte Kollektion beinhaltet von ausdrucksstark bis filigran alles was das Frauenherz begehrt. Von den edlen Materialien ganz abgesehen…

Meine persönlichen Favoriten sind die Manschettenknöpfe zum Überstreifen – damit lässt sich der schlichteste Knopf zu einem Highlight aufwerten. Aber was sage ich, auch die Perlenkette mit Tropfenschließe ist eine wunderschöne Interpretation des einreihigen Klassikers: Für einen Alltags-Look trägt man den Verschluss im Nacken, für den besonderen Style einfach die Schließe nach vorne nehmen! Ach, und erwähnte ich auch den goldenen Ring? Und die goldenen Salz- und Pfefferstreuer…? Ich habe eine kleine aber feine Wish-List aufgestellt…und träume von Schmuck, Schmuck, Schmuck…

Die Ausstellung ist zu sehen bis 8. Oktober 2017. Die Schmuckstücke von Verena von Hardtmuth sind im Eingangsbereich der Staatlichen Antikensammlung München ausgestellt. Für mehr Eindrücke oder einen persönlichen Kontakt einfach auf Verenas Homepage klicken!

http://www.ver-ena.de

http://www.antike-am-koenigsplatz.mwn.de

 

Goldener massiver Ring mit antiker Abbildung

Wunderschöne Perlenkette mit Tropfenschließe und dazu passenden Ohrringen; Foto: Verena von Hardtmuth

Mein Lieblingsarmband von Scarabina Schmuckdesign harmoniert hervorragend mit den traumhaften Manschettenknöpfen zum Überstreifen von Verena von Hardtmuth.

 

Susanne Graue

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